Reines Futures-Konto mit Ablaufdatum vs. Multi-Asset-Konto ohne Limit
Apex, 2021 in den USA gegründet, handelt ausschließlich CME-Futures über NinjaTrader, Tradovate und TradingView – in einer einstufigen Evaluierung. FundedFast, seit Oktober 2024 in Malta am Markt, bündelt Forex, Aktien, Krypto, Indizes und Metalle auf einem einzigen Match-Trader-Konto, wahlweise in einer 1-Phasen- oder 2-Phasen-Evaluierung.
Der eigentliche Unterschied liegt aber nicht allein in der Anlageklasse, sondern im Geschäftsmodell dahinter: Apex zahlt dir 100 % Profit Split (Gewinnbeteiligung), deckelt dein Funded Account (finanziertes Konto) aber auf sechs Auszahlungen – danach musst du dir eine neue Evaluierung kaufen. FundedFast zahlt pro Auszahlung weniger (Standard 80/20), lässt das Konto dafür unbegrenzt weiterlaufen und erstattet die Einstiegsgebühr vollständig.
Apex kombiniert hohen Split mit befristeter Kontolaufzeit, während FundedFast auf niedrigeren Split, dafür unbefristete Laufzeit und volle Rückerstattung setzt.
Evaluierung und Kosten: einmalige Gebühr, aber nur eine kommt zurück
Apex verlangt eine einmalige Evaluierungsgebühr ohne Abo – Listenpreise von 199 $ (25K $) bis 599 $ (150K $), unter den quasi dauerhaften Rabattcodes eher ab 20 $. Bestehst du, folgt innerhalb von 7 Tagen eine separate, einmalige Aktivierungsgebühr von 69–129 $ fürs Funded Account – zusätzlich zur Evaluierungsgebühr, nicht damit verrechnet.
FundedFast verlangt für die 2-Phasen-Challenge ab 49 $, für die 1-Phasen-Variante ab 99 $, gestaffelt bis 1.799 $ für die 400.000 $-Stufe. Eine separate Aktivierungsgebühr gibt es hier nicht.
Wo es wirklich auseinandergeht: die Rückerstattung. FundedFast zahlt dir die komplette Challenge-Gebühr mit deiner ersten Auszahlung zurück – die Netto-Kosten liegen für jeden, der bis zur Auszahlung kommt, praktisch bei null. Apex erstattet weder die Evaluierungs- noch die Aktivierungsgebühr; beides ist beim Bestehen endgültig ausgegeben.
FundedFasts Gebühr kommt mit der ersten Auszahlung zurück; Apex' Evaluierungs- und Aktivierungsgebühr bleiben in jedem Fall weg.
Drawdown und Regeln: mitziehender Boden vs. fixer Boden
Apex arbeitet mit einem Trailing-Drawdown – du wählst zwischen der Intraday- und der End-of-Day-Variante –, der sich mit deinem höchsten erreichten Kontostand mitbewegt. Das macht deinen Puffer bei Gewinnen enger statt weiter.
FundedFast setzt auf einen statischen Boden: 5 % maximaler Tagesverlust und 10 % maximaler Gesamtverlust, beide fix am Startkapital gemessen und um 00:00 UTC zurückgesetzt – unverändert auch auf dem Funded Account.
Beide Firmen haben eine Consistency-Regel, aber an unterschiedlicher Stelle: Bei Apex greift sie erst im Funded Account (kein einzelner Handelstag darf 50 % des Gesamtgewinns seit der letzten Auszahlung ausmachen), bei FundedFast schon in der Challenge selbst (übersteigt dein bester Tag 50 % des Gewinnziels, wird das Ziel automatisch angehoben).
Apex' Boden bewegt sich mit deinem Kontostand mit und wird bei Gewinnen enger. FundedFasts Boden bleibt dagegen fix am Startkapital – greift dafür schon in der Challenge mit einer eigenen Consistency-Regel durch.
Auszahlungen: 100 % mit Sechser-Deckel vs. 80/20 ohne Limit
Apex zahlt dir ab der allerersten genehmigten Auszahlung 100 % deines Gewinns aus – vorausgesetzt mindestens 5 qualifizierende Handelstage und eingehaltene 50 %-Consistency-Regel. Ausgezahlt wird wöchentlich, aber jedes Funded Account gibt maximal sechs Auszahlungen her – danach ist Schluss, bis du dich neu qualifizierst.
FundedFast bleibt bei 80/20 als Standard (90/10 nur als bezahltes Checkout-Add-on), zahlt aber ebenfalls wöchentlich aus, sofern seit der letzten Auszahlung mindestens 5 Handelstage liegen – typischerweise innerhalb von 24–48 Stunden bearbeitet, ohne Deckel auf die Anzahl der Auszahlungen oder den Gesamtgewinn.
Rechnest du beide Modelle über die Lebensdauer eines Kontos durch, kehrt sich das Bild um: Apex' 100 % wirken nur auf sechs Auszahlungen, danach beginnt die Rechnung wieder bei null. FundedFasts 80/20 (oder 90/10 mit Add-on) laufen dagegen weiter, solange das Konto profitabel bleibt – und es skaliert alle drei Monate durchgehender Profitabilität bis auf das 2,5-fache.
Apex zahlt mehr pro Auszahlung, aber nur sechsmal; FundedFast zahlt weniger pro Auszahlung, dafür unbegrenzt und mit wachsender Kontogröße.
Für wen sich Apex lohnt – und für wen FundedFast
Apex passt zu Futures-Tradern, die eine funktionierende Strategie schnell und günstig testen wollen und mit einem mitziehenden Drawdown-Boden umgehen können. Wer sein Setup über mehrere Konten parallel skaliert – Apex erlaubt das ausdrücklich –, zieht aus dem 100 %-Split den größten Nutzen, solange er den Sechser-Deckel als Zwischenstopp statt als Endpunkt einplant.
Wer dagegen mehrere Anlageklassen auf einem Konto vereinen will, statt für jede Klasse eine eigene Firma zu suchen, ist bei FundedFast richtig und die einen günstigen, komplett rückerstattbaren Einstieg einem hohen Split vorziehen. Wer ein Konto über Jahre laufen lassen will, statt es alle paar Monate neu zu kaufen, findet hier die planbarere Struktur.
Wer beides will – Futures und Multi-Asset –, kommt an zwei separaten Konten nicht vorbei; die beiden Firmen ergänzen sich eher, als dass sie sich ersetzen.