Was ist Apex Trader Funding?
Apex startete 2021 in Austin, Texas, und wurde auf dem Rücken aggressiver, quasi dauerhafter Rabatte schnell zu einer der volumenstärksten Futures-Prop-Firmen der Welt. Am 1. März 2026 hat die Firma ihre komplette Produktlinie als „the all-new Apex“ neu aufgelegt: einmalige Evaluierungsgebühren statt Monatsabo, die Wahl des Drawdown-Modells und vereinfachte Auszahlungsregeln. Wer davor eine Evaluierung gekauft hat, bleibt auf den alten Legacy-Konditionen (wiederkehrende Abrechnung, Resets, alte Split-Struktur), bis er selbst wechselt.
Das neue Modell ist weiterhin eine einphasige Evaluierung auf CME-Futures, die du theoretisch an einem einzigen Handelstag bestehst – und ohne Consistency-Regel während der Evaluierung selbst. Apex erlaubt außerdem bis zu 20 Konten gleichzeitig, was erfahrene Trader nutzen, um eine einzelne Strategie zu skalieren.
Am 1. März 2026 als „the all-new Apex“ neu gestartet: einmalige Gebühren, kein Monatsabo-Modell mehr.
Wenn dir das Modell hinter Apex Trader Funding neu ist: was Prop Trading genau ist und was ein Funded Account wirklich bedeutet erklären unsere Grundlagen-Ratgeber.
Evaluierung und Preise
Neue Evaluierungen kosten eine einmalige Gebühr, kein Abo: Für das 25K $-Konto steht der Listenpreis bei 199 $, mit Apex' quasi dauerhaften Rabattaktionen zahlst du nur rund 20 $. Damit kaufst du dir 30 Kalendertage Zugang; erreichst du das Gewinnziel nicht (1.500 $ auf dem 25K $-Konto) oder reißt du in diesem Fenster den maximalen Drawdown, läuft die Evaluierung einfach aus – einen Reset gibt es nicht, du kaufst dir für den nächsten Versuch eine neue.
Bestanden heißt nicht automatisch finanziert: Innerhalb von 7 Tagen musst du eine einmalige PA-Aktivierungsgebühr (Performance Account) zahlen, je nach Kontogröße und Drawdown-Typ rund 69–149 $. Das ist eine echte Änderung – sie ersetzt die frühere monatlich wiederkehrende PA-Gebühr (beziehungsweise die Lifetime-Alternative), die heute nur noch für Legacy-Konten von vor März 2026 gilt.
Einmalige Evaluierungsgebühr ab rund 20 $ (ohne Resets), dazu einmalig 69–149 $ PA-Aktivierung fürs Live-Konto – bei neuen Konten kein Monatsabo mehr.
Regeln und Drawdown
Zum ersten Mal lässt dich Apex das Drawdown-Modell schon im Checkout wählen: Intraday Trailing (die klassische, härtere Variante – dein Boden zieht mit dem höchsten Punkt mit, den dein Kontostand intraday berührt, auch bei einem Trade, der dreht, bevor du den Gewinn realisierst) oder EOD Trailing (nur einmal täglich aus deinem Tagesendstand neu berechnet und damit deutlich nachsichtiger bei Intraday-Schwankungen). Beide bleiben trailing, nicht statisch – aber EOD schließt den Abstand zu Firmen wie Topstep erheblich.
Die Evaluierung selbst hat keine Consistency-Regel. Im Funded Account greift dann eine Consistency-Regel von 50 %: Kein einzelner Handelstag darf 50 % oder mehr deines Gesamtgewinns seit deiner letzten genehmigten Auszahlung ausmachen. Für neue Konten hat Apex außerdem den alten 5:1-Risk-Reward-Deckel und die MAE-Regel (Maximum Adverse Excursion) gestrichen – beides echte Vereinfachungen. Wenn du in älteren Texten 30 % als Consistency-Wert liest: Das ist die Legacy-Regel für Konten von vor 2026; die aktuelle Hilfe-Dokumentation von Apex nennt für neue Konten 50 %.
Intraday- oder EOD-Trailing-Drawdown zur Wahl; kein 5:1-Risk-Reward und keine MAE-Regel mehr; 50 % Consistency im Funded Account.
Was Apex Trader Fundings Trailing-Drawdown gegenüber einem statischen Modell praktisch bedeutet, zeigt unser Ratgeber Trailing vs. statischer Drawdown mit konkreten Zahlen.
Auszahlungen und Profit Split
Die wichtigste Änderung: Neue Konten bekommen ab der allerersten genehmigten Auszahlung 100 % Profit Split – nicht mehr 100 % auf die ersten 25K $ und danach 90 %. Voraussetzung sind mindestens 5 qualifizierende Handelstage (jeder muss eine Mindestschwelle beim Tagesgewinn überschreiten) und die eingehaltene Consistency-Regel von 50 % vor jeder Anfrage, dazu ein durchgehend gehaltenes „Safety Net“ (dein Drawdown-Limit plus 100 $). Die Mindestauszahlung liegt bei 500 $.
Der Haken ist ein harter Deckel: Jedes Performance Account ist auf maximal sechs Auszahlungen begrenzt, wobei der pro Auszahlung verfügbare Betrag mitwächst (auf einem 50K $-Konto zum Beispiel von 1.000 $ auf 3.000 $ über sechs Auszahlungen). Nach der sechsten Auszahlung wird das PA geschlossen, und du qualifizierst dich über eine neue Evaluierung, um weiterzuhandeln. Das ist ein wirklich anderer Deal als ein offenes Funded Account – schnell, einfach und zu 100 % deins, aber mit Ablaufdatum.
100 % Profit Split ab Auszahlung Nr. 1 – aber jedes Funded Account ist auf sechs Auszahlungen gedeckelt, danach musst du dich neu qualifizieren.
Plattformen und Marktzugang
Apex unterstützt NinjaTrader, Tradovate und die TradingView-Anbindung über die Datenfeeds von Rithmic und Tradovate und deckt damit Aktien-, Währungs-, Agrar-, Energie- und Metall-Futures plus Micros ab – faktisch die komplette CME/CBOT-Palette, wobei einige EUREX-Produkte nur über Tradovate laufen.
Der Support ist brauchbar, zu Stoßzeiten aber sichtbar ausgelastet, was am Volumen der Firma liegt; einen großen Teil der Arbeit übernimmt die Wissensdatenbank, die zum Relaunch im März 2026 deutlich überarbeitet wurde. Die Community rund um Apex ist riesig, was hilft – die meisten Regelfragen sind öffentlich längst mehrfach beantwortet.
NinjaTrader, Tradovate und TradingView über die komplette CME/CBOT-Palette, dazu ausgewählte EUREX-Kontrakte.
Auszahlung nach Deutschland
Apex zahlt wöchentlich aus – der Takt ist eng, die Hürden davor sind fest umrissen. Freigeschaltet wird eine Auszahlung erst, wenn du mindestens fünf qualifizierende Handelstage gesammelt hast, wenn die Consistency-Regel von 50 % zum Zeitpunkt der Anfrage eingehalten ist und wenn dein Safety Net – dein Drawdown-Limit plus 100 $ – durchgehend gehalten wurde. Unter 500 $ kannst du gar nicht erst anfragen.
Der Deckel ist die Zahl, die deine Planung bestimmt: Jedes Performance Account gibt maximal sechs Auszahlungen her, wobei der pro Anfrage verfügbare Betrag gestaffelt mitwächst – auf einem 50K $-Konto von 1.000 $ auf 3.000 $. Danach wird das Konto geschlossen, weiter geht es nur über eine neue Evaluierung. Aus deutscher Sicht heißt das: Der Zufluss aus einem einzelnen Konto ist von vornherein begrenzt und endet planbar, statt unbefristet weiterzulaufen.
Zu den angebotenen Auszahlungsmethoden und zur Dauer einer Überweisung nach Deutschland liegen uns keine überprüfbaren Angaben vor – wir raten hier nicht. Fest steht dagegen die Kostenseite: Apex erstattet die Einstiegsgebühr nicht. Weder die einmalige Evaluierungsgebühr noch die PA-Aktivierung von rund 69–149 $, die du nach bestandener Evaluierung binnen sieben Tagen zahlst, kommen mit der ersten Auszahlung zurück. Beides ist endgültig ausgegeben – beim Aktionspreis um 20 $ verkraftbar, beim Listenpreis von 199 $ spürbar.
Wie wird Apex Trader Funding in Deutschland besteuert?
Was Apex dir auszahlt, ist steuerlich keine Rendite auf eine Kapitalanlage. Das Kapital stellt die Firma, das Regelwerk auch – du lieferst die Handelsleistung und bekommst dafür einen erfolgsabhängigen Anteil am Ergebnis. Die pauschale Abgeltungsteuer von 25 % ist deshalb im Regelfall der falsche Rahmen: Maßgeblich ist dein persönlicher Steuersatz, und als Einkunftsart setzen die Finanzämter überwiegend einen Gewerbebetrieb an, seltener selbständige Arbeit.
Beim umsatzsteuerlichen Papierkram entscheidet der Sitz der Firma – und der liegt bei Apex in den USA, aus EU-Sicht also im Drittland. Behandelt dein Finanzamt dich als Unternehmer, liegt der Leistungsort regelmäßig bei dir in Deutschland; eine Zusammenfassende Meldung, wie sie bei einem Vertragspartner innerhalb der EU dazugehört, entfällt bei einem Drittlandsanbieter dagegen. Abgeführt wird für dich ohnehin nichts: Apex behält keine deutsche Steuer ein, die Erklärung liegt vollständig bei dir.
Ein Apex-spezifischer Punkt kommt hinzu: Weil jedes Konto nach sechs Auszahlungen endet, kaufst du bei fortgesetztem Handel immer wieder neue Evaluierungen und zahlst die PA-Aktivierung erneut. Diese Kette aus Kontokauf, Auszahlung und Neustart muss deine Buchführung abbilden – wie das geht, zeigt der Prop-Trading-Steuern-Ratgeber. Ob die wiederkehrenden Gebühren in deinem Fall voll abziehbar sind und wo die Grenze zwischen gewerblich und selbständig verläuft, entscheidet nicht dieser Text, sondern eine Steuerberatung mit Trading-Mandaten: Wie oft du handelst, in welchem Umfang und in welcher Rechtsform, verschiebt das Ergebnis.
Apex verlangt von nicht-amerikanischen Tradern bei der ersten Auszahlung ein W-8BEN, behält aber nach eigener Aussage keine Steuer ein und stellt Nicht-US-Tradern keine 1099-Meldung aus – die Erklärung bleibt vollständig bei dir. Ob als US-Firma überhaupt US-Quellensteuer anfällt, ordnet der Steuern-Ratgeber ein: bei ausschließlich aus Deutschland ausgeübtem Trading nach gängiger Auffassung nicht.
Support und Sprache
Belegt ist ein Support, der im Grundsatz funktioniert, zu Stoßzeiten aber sichtbar ausgelastet ist – eine Folge des Volumens, das Apex bewegt. Einen Teil der Last fangen die zum Relaunch im März 2026 überarbeitete Wissensdatenbank und die sehr große Community rund um die Firma ab; die meisten Regelfragen sind dort längst öffentlich beantwortet. Ob es eine deutschsprachige Betreuung gibt, ist nicht dokumentiert, und zu Servicezeiten, Kanälen und Reaktionszeiten liegen uns ebenfalls keine überprüfbaren Angaben vor. Einplanen kannst du nur die Geografie: Der Sitz in Austin, Texas, bedeutet, dass der dortige Arbeitstag beginnt, wenn deiner sich dem Ende zuneigt.
Dass Vertrag, Regelwerk und Kontobereich auf Englisch laufen, ist in dieser Produktkategorie der Normalfall und kein Sonderweg von Apex. Gewicht bekommt es hier trotzdem, weil zwei Unterscheidungen genau gelesen werden wollen: Intraday- gegen EOD-Trailing-Drawdown und die neuen Konditionen gegen die Legacy-Regeln für Konten von vor März 2026. Beides steht im englischen Original, und daran entscheidet sich, ob dein Konto hält. Wer diese Dokumente nicht sicher liest, sollte gar nicht erst kaufen.
Für wen lohnt sich Apex Trader Funding aus deutscher Sicht?
Apex passt, wenn du CME-Futures handelst, preisbewusst einsteigen willst und mit einem Trailing-Drawdown umgehen kannst – in der EOD-Variante inzwischen deutlich milder als früher. NinjaTrader, Tradovate und TradingView decken die üblichen Setups ab, und wer eine funktionierende Strategie über mehrere Konten skalieren will, findet mit bis zu 20 gleichzeitigen Konten kaum eine passendere Adresse. Wie sich das gegen den bekanntesten Futures-Wettbewerber schlägt, steht in Topstep vs. Apex Trader Funding.
Nicht passend ist Apex für drei Gruppen. Wer Forex oder Indizes handeln möchte, ist bei einer reinen Futures-Firma falsch – der Einstieg dafür sind die besten Forex Prop Firmen. Wer ein Funded Account sucht, das dauerhaft weiterläuft, stört sich am Deckel von sechs Auszahlungen. Und wer gerade erst anfängt, findet unter den Prop Firmen für Anfänger geduldigere Regelwerke; der niedrige Preis ersetzt keine Erfahrung mit einem mitziehenden Drawdown. Bleibt der Fall, in dem Apex konkurrenzlos ist: Du willst für möglichst wenig Geld an ein Futures-Konto und nimmst in Kauf, dass die Gebühr weg ist und das Konto ein Ablaufdatum hat.
