Ausbildungshaus mit Historie vs. junger Multi-Asset-Anbieter
Earn2Trade läuft seit 2017 als reine Futures-Firma mit Sitz in den USA und positioniert sich konsequent über Ausbildung statt über Tempo: Trader Career Path und Gauntlet Mini sind an ein komplettes Curriculum gekoppelt, und die Firma veröffentlicht sogar ihre eigene Bestehensquote (8,89 % in 2025) – echte Transparenz, die kaum ein Wettbewerber bietet. Gehandelt wird ausschließlich über NinjaTrader und Quantower, ausschließlich CME-/COMEX-/NYMEX-/CBOT-Futures.
FundedFast ist fast das Gegenteil: eine noch keine zwei Jahre alte Firma aus Malta (Memento Enterprises Limited), die über Breite und Preis verkauft statt über Ausbildung. Ein einziges Konto handelt Forex, Aktien, Krypto, Indizes und Metalle zusammen über MatchTrader, der Einstieg beginnt bei 49 $, und Futures fehlen komplett. Gemeinsam ist beiden Firmen im Kern nur, dass am Ende der Evaluierung ein Funded Account (finanziertes Konto) steht.
Earn2Trade ist reine Futures-Ausbildung mit sieben Jahren Historie, FundedFast ein günstiger Multi-Asset-Newcomer ohne Futures – die Schnittmenge ist klein.
Evaluierung und Kosten: Monatsabo mit gestaffeltem Split vs. Einmalgebühr mit Rückerstattung
Earn2Trade rechnet im Abo ab: Die günstigste Stufe, 25K $ im Trader Career Path, kostet ab rund 60 $ im Monat (mit aktuellen Aktionen, 150 $ Listenpreis) – und du zahlst weiter, solange du die Evaluierung nicht bestanden hast. Die Aktivierungsgebühr von 139 $ wird nicht vorab kassiert, sondern von deiner ersten Auszahlung abgezogen – zurück bekommst du sie trotzdem nicht, das ist Stundung, keine Rückerstattung. Mindest-Handelstage gibt es keine mehr.
FundedFast verlangt stattdessen eine einmalige Challenge-Gebühr: ab 49 $ für die 2-Phasen-Evaluierung (8 %, dann 5 % Gewinnziel) oder ab 99 $ für die 1-Phasen-Variante (10 % auf einen Schlag). Beide haben kein Zeitlimit, verlangen aber mindestens 3 Handelstage mit je einem Trade – und der Profit Split (Gewinnbeteiligung) beiseitegelassen: Die Gebühr selbst kommt bei bestandener Challenge mit deiner ersten Auszahlung vollständig zurück, ohne separate Aktivierungsgebühr obendrauf.
Welches Modell günstiger ist, hängt an derselben Frage wie bei jedem Abo-gegen-Einmalzahlung-Vergleich: Wie lange brauchst du? Wer bei Earn2Trade mehrere Monate braucht, zahlt die Monatsgebühr mehrfach und sieht davon nichts zurück; bei FundedFast zahlst du einmal, unabhängig von der Dauer, und bei Erfolg fließt die volle Summe zurück.
FundedFast ist bei Erfolg im Ergebnis günstiger (Einmalgebühr, volle Rückerstattung); Earn2Trades Monatsabo ohne Rückerstattung wird mit jedem zusätzlichen Versuchsmonat teurer.
Drawdown und Regeln: ein Boden, der sich beim Live-Konto verschiebt, gegen einen, der immer gleich bleibt
Earn2Trades Drawdown-Modell ist zweigeteilt, und das wird leicht übersehen: Evaluierung und die simulierte LiveSim-Funded-Stufe laufen mit End-of-Day-Drawdown, aber echte Live-Konten mit realem Kapital wechseln auf einen Trailing-Drawdown. Praktisch betrifft das kaum jemanden – laut eigener Firmenstatistik handeln nur 5,23 % der erfolgreichen Kandidaten je ein echtes Live-Konto, der Rest bleibt dauerhaft auf LiveSim. Während der Evaluierung gilt zusätzlich eine 30 %-Consistency-Regel.
FundedFast bleibt dagegen durchgehend beim selben statischen Modell: 5 % maximaler Tagesverlust, 10 % maximaler Gesamtverlust, gemessen am Startguthaben und um 00:00 UTC zurückgesetzt – von der Challenge bis zum Funded Account ändert sich nichts. Die Consistency-Regel wirkt anders als bei Earn2Trade: Übersteigt dein bester einzelne Tag 50 % deines Gewinnziels, wird das Ziel automatisch angehoben, statt dich zu disqualifizieren.
Bei Earn2Trade verschiebt sich der Drawdown-Typ, sobald du (selten) auf ein echtes Live-Konto kommst; bei FundedFast bleibt der statische Boden von der Challenge bis zum Funded Account identisch.
Auszahlungen: wachsender Split gegen festen Standard-Split
Earn2Trade zahlt wöchentlich aus, ab 100 $, aber der Split ist gestaffelt statt flach: Auf der 25K $-Stufe zum Beispiel 50 % unterhalb von 1.500 $ Gewinn, 80 % darüber – dein Anteil verbessert sich also erst, sobald du eine Gewinnschwelle überschreitest. Eine laufende Abo-Gebühr fällt nach dem Funding nicht mehr an.
FundedFast zahlt ebenfalls wöchentlich – alle 7 Tage, sofern seit der letzten Auszahlung mindestens 5 Handelstage liegen – aber mit festem Standard-Split von 80/20 ab dem ersten Dollar. 90/10 gibt es nicht zum Hineinwachsen, sondern nur als kostenpflichtiges Add-on im Checkout. Bearbeitet wird laut Firmenangabe meist in 24 bis 48 Stunden, maximal in 5 Werktagen.
Earn2Trades Split wächst mit deinem Gewinn (50 % → 80 %), FundedFasts Split ist von Anfang an fix – höher gehst du nur, wenn du 90/10 vorab dazukaufst.
Für wen sich Earn2Trade lohnt – und für wen FundedFast
Nimm Earn2Trade, wenn du Futures handelst (oder handeln willst) und den strukturierten Weg suchst: komplettes Ausbildungs-Curriculum, keine Mindest-Handelstage, eine Firma mit sieben Jahren Track Record und einer öffentlich gemachten Bestehensquote. Der Preis dafür ist ein Abo, das weiterläuft, bis du bestehst, und eine Aktivierungsgebühr, die dir nie zurückerstattet wird.
Nimm FundedFast, wenn Futures für dich ohnehin keine Rolle spielen und du stattdessen Forex, Aktien, Krypto, Indizes oder Metalle auf einem einzigen günstigen Konto handeln willst, ohne Deadline und mit voller Rückerstattung bei Erfolg. Der Preis dafür ist ein Track Record von unter zwei Jahren und eine Firma, die sich im Streitfall noch nicht lange genug bewiesen hat.
Wer wirklich zwischen beiden schwankt, hat vermutlich schon vorher die falsche Frage gestellt: Earn2Trade und FundedFast überschneiden sich in Anlageklasse, Preisniveau und Firmenalter kaum – die Entscheidung fällt in aller Regel beim Markt, den du überhaupt handeln willst, nicht zwischen diesen beiden Namen.