Zehn Jahre Track Record vs. ein Konto für fünf Anlageklassen
FTMO wurde 2015 in Prag gegründet und ist der am längsten dokumentierte Name in diesem Vergleich: ein Jahrzehnt durchgehender, termingerechter Auszahlungen mit veröffentlichten Belegen. Gehandelt wird über MT4, MT5 oder cTrader, mit Zugriff auf Forex- und Krypto-CFDs – aber jeweils innerhalb der Grenzen, die diese drei Plattformen setzen. Maximal finanziert werden 200.000 $.
FundedFast gibt es erst seit Oktober 2024, betrieben von der maltesischen Memento Enterprises Limited (Registernummer C 109385) – die jüngste Firma in diesem Vergleich. Dafür handelst du auf einem einzigen Match-Trader-Konto gleichzeitig Forex, US- und EU-Aktien, Krypto, Indizes und Metalle, und die maximale Kontogröße liegt bei 400.000 $ – doppelt so hoch wie bei FTMO.
FTMO verkauft jahrzehntelange Verlässlichkeit, FundedFast ein einziges Konto für fünf Anlageklassen und die doppelte Kontogröße.
Evaluierung und Kosten: teurer Klassiker gegen den günstigsten Direktvergleich
FTMOs zweistufige Challenge verlangt 10 % Gewinnziel in Phase 1 und 5 % in Phase 2, bei 10 % maximalem Verlust und 5 % Tagesverlustlimit, ohne Zeitlimit, aber mit mindestens 4 Handelstagen je Phase. Der Einstieg beginnt bei 99 $ für 10.000 $ und reicht bis 1.249 $ für 200.000 $. Endest du im Plus, aber unter dem Ziel, bekommst du einen kostenlosen neuen Anlauf – eine Kulanz, die FundedFast im Faktenblatt nicht vorsieht.
FundedFast unterbietet das an jeder Stufe: 49 $ für die 2-Phase-Challenge (8 % dann 5 %) oder 99 $ für die 1-Phase-Variante (10 %), ebenfalls ohne Zeitlimit für die Phasen selbst – wer aber besteht, muss Phase 2 innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Zugangsdaten aktivieren, und jedes Konto darf maximal 90 Tage inaktiv bleiben, sonst droht die Kündigung. Für 100.000 $ zahlst du bei FundedFast 499 $ statt FTMOs 619 $, für die jeweils größte gemeinsame Stufe 799 $ (FundedFast, 200.000 $) gegen 1.249 $ (FTMO, ebenfalls 200.000 $).
FundedFast ist an jeder vergleichbaren Stufe günstiger, verlangt dafür aber feste Aktivierungs- und Inaktivitätsfristen, die FTMO nicht kennt.
Drawdown und Regeln: fast identische Zahlen, unterschiedlicher Anspruch
Der Zufall vorweg: Beide Firmen nutzen praktisch dasselbe statische Drawdown-Gerüst – 10 % maximaler Gesamtverlust, 5 % Tagesverlustlimit, gemessen am Startkapital. Bei FTMO ist das Regelwerk damit erschöpft; verlangt werden nur mindestens 4 Handelstage pro Phase.
FundedFast baut eine zusätzliche Consistency-Regel ein: Übersteigt dein bester einzelner Tag 50 % des Gewinnziels, wird das Ziel automatisch angehoben, und du brauchst mindestens 3 Handelstage mit je einem Trade. Auf dem Funded Account (finanziertes Konto) werden Stop-Losses zudem Pflicht – bei FTMO bleiben sie auf Standardkonten optional.
Die Drawdown-Zahlen sind bei beiden fast deckungsgleich; den Unterschied macht FundedFasts Consistency-Regel und die Stop-Loss-Pflicht nach dem Funding.
Auszahlungen: verdienter Spitzen-Split vs. gekaufter Aufpreis
FTMO startet bei 80/20 und hebt den Split über den Skalierungsplan auf 90/10 an – verdient durch Performance, mit einer Kapitalerhöhung von 25 % alle vier Monate bis zu 2 $ Mio. kombiniertem Kapital. Ausgezahlt wird im 14-Tage-Rhythmus, auf Wunsch zu einem individuellen Termin, per Banküberweisung oder Krypto.
FundedFast startet ebenfalls bei 80/20, aber die 90/10-Stufe ist kein Ziel, das du dir erarbeitest, sondern ein Add-on, das du im Checkout dazukaufst (+10 % der Einstiegsgebühr). Dafür zahlst du häufiger aus: alle 7 Tage, sofern seit der letzten Auszahlung mindestens 5 Handelstage liegen, meist innerhalb von 24–48 Stunden bearbeitet, spätestens in 5 Werktagen, per PayPal, Banküberweisung oder Krypto.
FTMOs 90 % musst du dir über den Skalierungsplan erarbeiten, FundedFasts 90 % kannst du direkt kaufen – dafür zahlt FundedFast doppelt so oft aus.
Wer FTMO nehmen sollte – und wer FundedFast
Nimm FTMO, wenn dir der Track Record wichtiger ist als der Preis: ein Jahrzehnt veröffentlichter Auszahlungen, ein Regelwerk ohne versteckte Fristen und ein Spitzen-Split, den du dir über den Skalierungsplan verdienst statt ihn zu kaufen. Die höhere Einstiegsgebühr macht das wett: Sie kommt mit der ersten Auszahlung zurück.
Nimm FundedFast, wenn dir Breite und Preis wichtiger sind als Historie: ein einziges Konto für Forex, Aktien, Krypto, Indizes und Metalle, der günstigste Einstieg in diesem Duell und ein wöchentlicher Auszahlungsrhythmus. Behalte dafür die 30-Tage-Aktivierungsfrist für Phase 2 und das 90-Tage-Inaktivitätslimit im Blick – und rechne ein, dass die Firma erst seit Oktober 2024 existiert.
Handelst du ohnehin nur Forex oder CFDs und legst Wert auf MT4, MT5 oder cTrader, bleibt FTMO die naheliegendere Wahl. Willst du mehrere Anlageklassen auf einem Konto ausprobieren, ohne viel vorzulegen, ist FundedFast der eindeutig günstigere Einstieg – und der Preisabstand bei den kleinsten Stufen wird bei größeren Kontogrößen schnell zu einer Differenz von mehreren hundert Dollar.