CME-Futures pur vs. fünf Anlageklassen auf einem Konto
MyFundedFutures (MFFU) ist eine reine Futures-Firma: Gehandelt wird ausschließlich auf CME-Futures über Tradovate, NinjaTrader oder TradingView, in einer einstufigen Evaluierung, die es seit dem Rebranding von Starter/Expert/Milestone in drei Varianten gibt – Builder, Rapid und Pro. FundedFast dagegen bündelt fünf Anlageklassen auf einem einzigen Konto: Forex, US- und EU-Aktien, große Kryptowährungen, Indizes und Metalle, gehandelt ausschließlich über Match-Trader, wahlweise als 1-Phase- oder 2-Phase-Evaluierung.
Bei diesem Paar überschneidet sich nicht einmal die Plattform: Wer bei MFFU handelt, braucht Tradovate, NinjaTrader oder TradingView; wer bei FundedFast handelt, landet auf Match-Trader – ein komplett anderer Software-Stack, ohne MetaTrader auf beiden Seiten. Handelst du bereits CME-Futures, ist diese Entscheidung damit praktisch getroffen, bevor Preis oder Drawdown überhaupt eine Rolle spielen; willst du dagegen mehrere Anlageklassen auf einem Konto mischen, kommt für dich nur FundedFast infrage – MFFU bietet diese Möglichkeit gar nicht.
Keine Schnittmenge bei Markt oder Plattform: MFFU ist reine Futures-Firma auf Tradovate & Co., FundedFast ein Multi-Asset-Konto auf Match-Trader.
Laufendes Abo ohne Rückerstattung vs. Einmalgebühr mit Rückerstattung
MyFundedFutures rechnet als Monatsabo ab: Der günstigste Builder-Plan startet bei 95 $/Monat als Einstiegspreis; für das 25.000 $-Konto liegt die Gebühr bei 109 $/Monat; alternativ gibt es eine Einmalkauf-Variante. Bestanden hast du bei einem Gewinnziel zwischen 1.500 $ und 3.000 $, teils schon nach 1–2 Handelstagen erreichbar – dafür läuft die Gebühr weiter, solange du nicht bestehst, und wird in keinem Fall zurückerstattet, auch nicht nach dem Funding.
FundedFast verlangt stattdessen eine einmalige Challenge-Gebühr: ab 49 $ für die 2-Phase-Variante (8 % Gewinnziel, danach 5 %) oder ab 99 $ für die 1-Phase-Variante (10 % auf einen Schlag). Ein festes Zeitlimit gibt es in beiden Phasen nicht, wohl aber Nebenbedingungen: Phase 2 muss innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Zugangsdaten aktiviert werden, Konten dürfen maximal 90 Tage inaktiv bleiben, und mindestens 3 Handelstage mit je einem Trade sind Pflicht. Scheiterst du, ist die Gebühr weg; bestehst du, bekommst du sie mit deiner ersten Auszahlung vollständig zurück.
Damit tragen beide Firmen ein unterschiedliches Kostenrisiko: Bei MFFU hängt der Preis an der Zeit, die du bis zum Bestehen brauchst – schnell bestehen heißt günstig, lange brauchen heißt laufend zahlen, ohne dass je etwas zurückkommt. Bei FundedFast ist der Preis von Anfang an fix, dafür ist das Ergebnis binär: bestehst du, kostet dich die Evaluierung am Ende nichts; scheiterst du, war es das.
MFFUs Abo-Risiko liegt in der Zeit bis zum Bestehen und wird nie erstattet; FundedFasts Fixpreis kommt bei Erfolg vollständig zurück, bei Misserfolg gar nicht.
Trailing-Boden mit Plan-Wahl vs. Static-Drawdown, der sich nie bewegt
MFFU nutzt in der Evaluierung auf allen drei Plänen einen End-of-Day-Trailing-Drawdown, der nur mit dem Kontostand zum Sitzungsende nachzieht. Nach dem Funding bleiben Builder und Pro bei diesem EOD-Modell und haben zusätzlich kein Tagesverlustlimit; Rapid wechselt dagegen auf einen Intraday-Trailing-Boden in Echtzeit. Bei der Consistency-Regel unterscheiden sich die Pläne ebenfalls: Builder verlangt auf dem Funded Account eine Quote von 50 %, Rapid und Pro verlangen gar keine.
FundedFast begrenzt den Verlust über das gesamte Konto hinweg mit einer festen Zahl statt einem mitwandernden Boden: 5 % maximaler Tagesverlust und 10 % maximaler Gesamtverlust, gemessen am Startguthaben und mit täglichem Reset um 00:00 UTC – auch nach dem Funding bleibt dieser Rahmen unverändert bestehen. Statt einer Split-gebundenen Consistency-Regel gilt hier ein Ziel-Deckel: Übersteigt dein bester Handelstag 50 % des Gewinnziels, wird das Ziel automatisch angehoben. Stop-Losses sind während der Challenge nur empfohlen, werden nach dem Funding aber Pflicht.
Der praktische Unterschied: MFFUs Trailing-Boden bewegt sich mit deinen Ergebnissen mit und bestraft je nach Plan auch offene Intraday-Ausschläge (Rapid) oder zumindest die Tagesschlussstände (Builder, Pro); FundedFasts Boden liegt dagegen fest und bewegt sich während der gesamten Laufzeit nie von der Stelle – ein früher großer Gewinn verschafft dir dort dauerhaft Puffer, bei MFFU dagegen nicht.
MFFUs Drawdown zieht je nach Plan mit (EOD oder Intraday); FundedFasts statischer Boden bleibt von Anfang bis Ende unverändert.
Auszahlungstakt: Plan-Entscheidung vs. fixer 7-Tage-Rhythmus
Bei MFFU entscheidest du den Auszahlungstakt schon beim Kauf über den Plan: Rapid erlaubt alle 24 Stunden eine Anfrage bei 90/10-Split, Builder alle 48 Stunden bei 80/20, Pro alle zwei Wochen ebenfalls bei 80/20, dafür mit der höchsten Kontoobergrenze im Line-up. Skalierung ist je nach Plan und Performance bis zu 100.000 $ an Gesamtauszahlungen möglich, eine Rückerstattung der Einstiegsgebühr gibt es bei keinem der drei Pläne.
FundedFast gibt allen Tradern denselben Rhythmus vor: Auszahlungen alle 7 Tage, vorausgesetzt seit der letzten Anfrage liegen mindestens 5 Handelstage. Der Split liegt standardmäßig bei 80/20; 90/10 gibt es nur als kostenpflichtiges Checkout-Add-on, nicht als Stufe, in die du über Erfolg hineinwächst. Ausgezahlt wird per PayPal, Banküberweisung oder Krypto, laut Firmenangabe meist innerhalb von 24–48 Stunden, maximal in 5 Werktagen; Funded Accounts skalieren dafür alle 3 Monate durchgehender Profitabilität auf bis zu 2,5x der Ausgangsgröße, ohne Deckel auf den Gesamtgewinn.
Der Unterschied liegt also weniger im nackten Tempo als in der Wahlfreiheit: Bei MFFU kaufst du dir Tempo oder Spielraum gezielt über den Plan; bei FundedFast bekommt jeder denselben festen Wochentakt, und der einzige Hebel, den du selbst ziehst, ist der bezahlte Split-Aufpreis.
MFFU macht den Auszahlungstakt zur Plan-Entscheidung (24 Std. bis 2 Wochen); FundedFast fährt für alle denselben 7-Tage-Rhythmus.
Für wen sich MyFundedFutures lohnt – und für wen FundedFast
Nimm MyFundedFutures, wenn CME-Futures dein Markt sind und du auf Tradovate, NinjaTrader oder TradingView handelst – für alles andere ist die Firma ohnehin nicht gebaut. Willst du zusätzlich selbst entscheiden, wie du Drawdown-Spielraum, Split und Auszahlungsrhythmus gegeneinander abwägst, gibt dir die Drei-Plan-Struktur genau diesen Hebel: Rapid für schnelles Geld ohne Consistency-Bremse, Builder oder Pro für mehr Drawdown-Luft bei niedrigerem Split.
Nimm FundedFast, wenn du mehrere Anlageklassen auf einem Konto mischen willst und der Einstiegspreis zählt: Ab 49 $, ohne Zeitlimit in beiden Phasen und mit voller Rückerstattung bei Erfolg ist das eine der günstigsten Arten, ein Regelwerk über Forex, Aktien, Krypto, Indizes und Metalle hinweg auszuprobieren. Dass es dafür nur eine Plattform (Match-Trader) und keine Wahl zwischen mehreren Drawdown-Modellen gibt, nimmst du in Kauf.
Ein Punkt gilt für beide gleichermaßen: Der Track Record ist dünn – MFFU seit Ende 2023, FundedFast erst seit Oktober 2024 –, also gehört bei beiden ein vorsichtiger Umgang mit größeren Guthaben zur Entscheidung dazu, unabhängig davon, welche Firma zu deinem Markt passt. Wer den EU-Sitz als Faktor einplant, findet ihn nur bei FundedFast (Malta) – MFFU sitzt in den USA und damit steuerlich in einem Drittland.