Zwei Märkte ohne Schnittmenge
MyFundedFutures (MFFU) ist 2023 in den USA gestartet und handelt ausschließlich CME-Futures – über Tradovate, NinjaTrader oder TradingView, mit einer 1-Step-Evaluierung und Kontogrößen bis 150.000 $. Zu Ländern, aus denen MFFU keine Trader annimmt, liegen uns keine Angaben vor.
Funding Pips ist ein Jahr älter (gegründet 2022, Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten) und bleibt bei Forex und Krypto – gehandelt über MT5, cTrader oder Match-Trader, mit einer 2-Step-Evaluierung, Kunden aus 195 Ländern und einer Kontoobergrenze von 400.000 $, mehr als das Doppelte von MFFU.
Keine gemeinsame Anlageklasse, keine gemeinsame Plattform – dein Markt entscheidet, welche der beiden Firmen für dich überhaupt infrage kommt.
1-Step-Planwahl vs. 2-Step-Einmalgebühr
Bei MyFundedFutures hängt die Gebühr zusätzlich vom gewählten Plan ab – Builder, Rapid oder Pro. Über die Kontogrößen gestaffelt liegen die Kosten zwischen 109 $ für die kleinste und 347 $ für die größte Stufe (150.000 $), eine Aktivierungsgebühr fällt in keinem Plan an.
Funding Pips bleibt beim klassischen Einmalpreis pro Versuch: Der Einstieg beginnt bei 29 $, die gestaffelten Tarife reichen von 34 $ für die kleinste Stufe (5.000 $) bis 522 $ für 100.000 $ – bei einer 2-Step-Evaluierung statt MyFundedFutures' 1-Step-Struktur. Auch hier kommt keine Aktivierungsgebühr obendrauf.
MyFundedFutures staffelt die Kosten über die Plan-Wahl innerhalb einer 1-Step-Evaluierung, Funding Pips bleibt beim klassischen Einmalpreis – verlangt dafür eine zweite Prüfphase.
End-of-Day-Trailing trifft auf statischen Boden
MyFundedFutures nutzt einen End-of-Day-Trailing-Drawdown: Dein Verlustlimit richtet sich nach dem Kontostand zum Handelsschluss, nicht nach Intraday-Höchstständen – das schont dich innerhalb eines Handelstages, zieht aber von Tag zu Tag mit deinen Gewinnen nach.
Funding Pips setzt dagegen auf einen statischen Drawdown: Die Verlustgrenze bleibt fest am Startkapital verankert und bewegt sich nie, egal wie viel du bereits verdient hast. Dazu kommt die zweite Evaluierungsphase, die MyFundedFutures nicht kennt – du musst zwei Profit-Ziele statt eines erreichen, bevor du finanziert wirst.
MyFundedFutures' Boden wandert mit deinen Tagesergebnissen mit, Funding Pips' Boden bleibt fix – dafür verlangt Funding Pips eine zusätzliche Prüfphase.
Wer den Profit Split bestimmt: der Plan oder der Auszahlungstakt
Bei MyFundedFutures hängt dein Profit Split am gewählten Plan: Der Rapid-Plan zahlt 90 %/10 % und erlaubt tägliche Auszahlungsanfragen, Builder und Pro sind im Einstieg günstiger, zahlen dafür aber nur 80 %/20 %. Die Entscheidung triffst du beim Kauf. Eine Rückerstattung der Einstiegsgebühr gibt es bei keinem der drei Pläne.
Funding Pips dreht den Mechanismus um: Der Split hängt nicht am Kontotyp, sondern am Auszahlungsrhythmus, den du wählst – 60 % bei wöchentlicher Auszahlung, 80 % im zweiwöchentlichen Standardtakt, 90 % auf Abruf und 100 % bei monatlicher Abrechnung. Die Einstiegsgebühr bekommst du zudem beim vierten Reward zurück – allerdings nur bei der 2-Step Standard und der 1-Step Flex, nicht bei jeder Kontovariante.
MyFundedFutures fixiert den Split beim Kauf über die Plan-Wahl und erstattet nie; Funding Pips steuert den Split über deinen Auszahlungstakt und erstattet die Gebühr bei einem Teil der Konten.
Für wen sich MyFundedFutures lohnt – und für wen Funding Pips
MyFundedFutures passt, wenn du CME-Futures handelst und dein Setup auf Tradovate, NinjaTrader oder TradingView läuft. Willst du täglich auf dein Geld zugreifen und nimmst dafür einen niedrigeren Split (Builder/Pro, 80 %/20 %) oder umgekehrt den höheren Split bei Rapid (90 %/10 %) in Kauf, entscheidest du das direkt beim Kauf des Plans – eine spätere Rückerstattung der Gebühr gibt es nicht, unabhängig davon, welchen Plan du nimmst.
Funding Pips passt, wenn du Forex oder Krypto handelst, günstig einsteigen willst (ab 29 $) und deinen Profit Split lieber über den Auszahlungsrhythmus steuerst als über einen fest gebuchten Plan – wer geduldig monatlich abrechnet, kommt auf 100 %. Dazu kommen die größere Kontoobergrenze (400.000 $ gegenüber 150.000 $) und eine Chance auf Gebührenerstattung beim vierten Reward, wenn du 2-Step Standard oder 1-Step Flex wählst.
Weil sich die Anlageklassen nicht überschneiden, ist das hier selten eine echte Entweder-oder-Frage: Meistens hat dich dein Markt schon für eine der beiden Firmen entschieden, bevor Split, Drawdown oder Kosten überhaupt zur Debatte stehen.